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17.05.2017

Cyberkriminalität nimmt zu: Wie können sich Unternehmen vor Hacker-Angriffen schützen?

Foto: VR Bank Rhein-Erft

Etwa 100 Unternehmer staunten nicht schlecht, als sie für einen Nachmittag in die Welt der Hacker und Cyberprofis eintauchten und von Experten erfuhren, wie wichtig umfangreicher Datenschutz für ihr Unternehmen ist.

Auf einer Info-Veranstaltung der VR-Bank Rhein-Erft eG zum Thema „Cyberkriminalität“ am 11. Mai in Brühl erlebten sie bei einer (legalen) Live-Demo, wie schnell sich ein Profi-Hacker in die Rechner und Systeme einer Firma einschleusen kann, ohne dass diese auch nur das Geringste davon mitbekommt. Die Folgen können fatal sein: Aufträge und Rechnungen werden manipuliert oder gelöscht, Maschinen kommen zum Stillstand, Firmengeheimnisse gelangen an die Öffentlichkeit. Wenn sogar Kontroll- und Sicherheitsmechanismen manipuliert werden können, mag man sich gar nicht vorstellen, welche Folgen ein nicht korrekt installiertes Bauteil in einem Auto auf die Sicherheit des Fahrers haben kann.

Regelmäßige System-Updates, neueste Viren-Software und Passwörter mit mindestens 15 (!) Zeichen, kombiniert aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen gehören zum Mindeststandard für Datenschutz, erklärte IT-Sicherheitsexperte Bernd Fuhlert auf der Veranstaltung. Neben diesen Empfehlungen verdeutlichte Professor Klaus Gennen, bekannter Fachanwalt für IT-Recht, anhand von Fallbeispielen die rechtlich brisante Lage, wenn zum Beispiel durch System-Manipulationen unkorrekte Rechnungen erstellt oder Geschäftsgeheimnisse in falsche Hände geraten. Rechtlich betrachtet trägt nämlich die Unternehmensleitung die volle Haftung, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht beim Datenschutz nicht genügend nachkommt. Im schlimmsten Fall drohen Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro. Passenderweise gibt es dafür (oder dagegen) inzwischen spezielle Cyberschutzpolicen, eine Art Haftpflichtversicherung gegen Cyber-Risiken. Nähere Infos dazu erhielten die Gäste auf der Info-Veranstaltung vom bankeigenen R+V-Versicherer.

Und was tut die VR-Bank Rhein-Erft selbst für die Datensicherheit? Firmenkundenbetreuer, Michael Voetz, nennt zwei Beispiele: „Personenbezogene Daten und wichtige Dokumente, z.B. Darlehensverträge, werden bei uns online nur verschlüsselt übertragen. Und bevor datenbezogene telefonische Auskünfte erteilt werden, stellen die Berater im Service-Center mindestens drei Sicherheitsfragen, um den Kunden eindeutig zu identifizieren.“  

 

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